Ein trockener Mund und schlechter Atem treten häufig gemeinsam auf. Etwa 90 Prozent aller Fälle von Mundgeruch haben ihren Ursprung direkt in der Mundhöhle1. Anhaltende Mundtrockenheit kann dabei die Entstehung unangenehmer Gerüche begünstigen. Aktuelle Daten aus dem Jahr 2026 zeigen, dass die Relevanz dieses Themas durch demografischen Wandel und veränderte Alltagsgewohnheiten stetig zunimmt.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Speichelmangel und Mundgeruch biologisch zusammenhängen, was eine häufige Ursache für trockenen Mund ist und mit welchen evidenzbasierten Ansätzen Sie diesen Beschwerden langanhaltend entgegenwirken können.

Was ist der Zusammenhang zwischen Mundtrockenheit und Mundgeruch?

Speichel stellt ein wichtiges natürliches Schutzsystem unseres Mundraums dar. Fällt diese körpereigene Schutzbarriere weg, kann dies geruchsbildende Prozesse im Mundraum begünstigen. Speichel erfüllt drei wesentliche Funktionen, deren Beeinträchtigung zu Mundgeruch führen kann:

  • Mechanische Reinigung: Speichel spült Nahrungsreste und feine Schleimhaut-Partikel fort, die geruchsbildenden Prozessen als Nährboden dienen. Ohne diesen Spüleffekt verbleiben Reste länger im Mundraum und begünstigen unangenehme Gerüche2.

  • Natürliche Schutzfunktion: Gesunder Speichel enthält natürliche Schutzstoffe, die das Gleichgewicht im Mundraum auf natürliche Weise unterstützen können.

  • Ausgeglichenes Mundklima: Speichel sorgt für ein gesundes Klima im Mundraum. Bei Mundtrockenheit vermehren sich geruchsbildende Prozesse leicht. Dabei entstehen flüchtige Schwefelverbindungen (VSCs), die für unangenehmen Atem verantwortlich sind3.

Ursachen für einen trockenen Mund im Jahr 2026

Warum versiegt der Speichelfluss? Die Ergebnisse der 6. Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6), die 2026 veröffentlicht wurde, zeigen deutliche Zusammenhänge zwischen Lebensstil, Alltagseinflüssen und Mundtrockenheit4.

Wenn man nach den wesentlichen Auslösern für einen trockenen Mund sucht, lassen sich vor allem vier Faktoren identifizieren:

  1. Alltagseinflüsse & Gewohnheiten: Verschiedene äußere Faktoren und alltägliche Belastungen können die natürliche Speichelbildung beeinträchtigen5.

  2. Alterungsprozesse: Während die Prävalenz von Mundtrockenheit in der Gesamtbevölkerung bei etwa 20 Prozent liegt, steigt sie bei Menschen über 65 Jahren auf 30 bis 50 Prozent an6.

  3. Lifestyle-Faktoren: Mundatmung in der Nacht, Schnarchen, Rauchen oder hoher Kaffeekonsum können der Mundschleimhaut Feuchtigkeit entziehen.

  4. Körperliche Gegebenheiten: Verschiedene individuelle Faktoren können die Feuchtigkeitsregulation im Mundraum beeinflussen. Studien deuten darauf hin, dass die Speichelproduktion eng mit dem allgemeinen Wohlbefinden zusammenhängt7.

Laut aktuellen Registerstudien sind Frauen mit etwa 73 Prozent signifikant häufiger von diagnostizierter Mundtrockenheit betroffen als Männer8.

Schritt-für-Schritt: Was tun gegen Mundtrockenheit und schlechten Atem?

Experten weisen darauf hin, dass bei Mundgeruch die gezielte Beeinflussung flüchtiger Schwefelverbindungen eine wichtige Rolle spielt. Zähneputzen allein reicht oft nicht aus, um Beläge auf dem hinteren Zungenrücken zu entfernen9.

Eine zweigleisige Maßnahme hat sich bewährt: durch Feuchtigkeitsmanagement und gezielte Geruchsneutralisierung.

1. Speichelfluss stimulieren

Regelmäßiges Trinken von Wasser über den Tag hinweg kann unterstützend wirken. Zusätzlich kann der natürliche Speichelfluss durch das Kauen von zuckerfreien Kaugummis (beispielsweise mit Xylitol) angeregt werden. Eine Option für unterwegs kann hierbei der CB12 Boost Kaugummi sein, welcher die Speichelproduktion anregen und gleichzeitig durch Zink und Fluorid zu frischem Atem sowie zu einem angenehmen Frischegefühl beitragen kann.

2. Mechanische Zungenreinigung

Da sich geruchsbildende Beläge bevorzugt auf dem hinteren Zungenrücken festsetzen, kann die regelmäßige Nutzung eines Zungenreinigers dazu beitragen, diese sanft zu entfernen.

3. Gezielte Atemneutralisierung (Wissenschaftlich untersuchte Wirkprinzipien)

Liegt eine länger anhaltende Mundtrockenheit vor, kann eine gezielte Beeinflussung der flüchtigen Schwefelverbindungen (VSCs) sinnvoll sein.

Klinische Studien deuten darauf hin, dass eine spezifische Formulierung aus 0,3 % Zinkacetat und 0,025 % Chlorhexidin eine Reduzierung flüchtiger Schwefelverbindungen unterstützen kann10. Diese aufeinander abgestimmte Formulierung findet sich in den CB12 Mundspülungen.

In einer randomisierten Studie wurde beobachtet, dass diese Zusammensetzung flüchtige Schwefelverbindungen für einen Zeitraum von bis zu 12 Stunden reduzieren kann11. Der Wirkmechanismus beruht darauf, dass Zink flüchtige Schwefelverbindungen bindet, während niedrig dosiertes Chlorhexidin als Bestandteil der Formulierung zur Langzeitwirkung beiträgt. Ein wichtiger Aspekt bei trockenem Mund: CB12-Mundspülungen verzichten auf den Zusatz von Alkohol, um die beanspruchte Mundschleimhaut nicht zusätzlich auszutrocknen.

Fazit

Ein trockener Mund kann Mundgeruch durch die verstärkte Bildung flüchtiger Schwefelverbindungen begünstigen. Wer unter anhaltender Mundtrockenheit leidet, kann die eigenen Gewohnheiten überprüfen und gezielt auf eine pflegende Mundhygiene achten. Begleitend hilft der Einsatz von Mundpflegeprodukten, Gerüche gezielt zu neutralisieren. Die Kombination aus Zinkacetat und Chlorhexidin gilt hier als gut untersuchte Option, um einen frischen Atem für bis zu 12 Stunden zu unterstützen.

    QUELLEN
    1. Seemann, R., Conceicao, M. D., Filippi, A., Greenman, J., Lenton, P., Nachnani, S., Quirynen, M., Roldan, S., Schulze, H., & Sterer, N. (2014). Halitosis management by the general dental practitioner—results of an international consensus workshop. Journal of Breath Research, 8(1), 017101. https://doi.org/10.1088/1752-7...
    2. Kleinberg, I., Wolff, M. S., & Codipilly, D. M. (2002). Role of saliva in oral dryness, oral feel and oral malodour. International Dental Journal, 52(S5P1), 355–360. https://doi.org/10.1002/j.1875...
    3. Institut für Wissen in der Wirtschaft (IWW). (2017). Mundgeruch: Mundspüllösungen gegen Halitosis – das Zink macht’s. Zahnmedizin Report. https://www.iww.de/zr/allgemei...
    4. Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV). (2026). Sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS 6). https://www.kzbv.de/politik/ko...
    5. MSD Manual. (2025). Mundtrockenheit (Xerostomie). MSD Manual Ausgabe für Patienten. https://www.msdmanuals.com/de/...
    6. Spitta Dentalwelt. (2026). Xerostomie in der zahnärztlichen Praxis. Spitta Verlag. https://dentalwelt.spitta.de/z...
    7. Baharvand, M., Jafari, S., & Mortazavi, H. (2014). Xerostomia due to systemic disease: A review of 20 conditions and mechanisms. Annals of Medical and Health Sciences Research, 4(4), 503–510. https://doi.org/10.4103/2141-9...
    8. Rughwani V, Miao Jonasson J, Marklund B, Mossberg K, Almståhl A, Lynge Pedersen AM and Cevik-Aras H (2025) Xerostomia in primary care: a register-based study of prevalence, medication categories, and associated risk factors. Front. Oral Health 6:1684568. doi: 10.3389/froh.2025.1684568
    9. Verband Deutscher Dentalhygieniker (VDH). (2017). Konsensuspapier Halitosis.
    10. Thrane, P. S., Young, A., Jonski, G., & Rölla, G. (2007). A new mouthrinse combining zinc and chlorhexidine in low concentrations provides superior efficacy against halitosis compared to existing formulations: a double-blind clinical study. The Journal of clinical dentistry, 18(3), 82–86.
    11. Seemann, R., Filippi, A., Michaelis, S., Lauterbach, S., John, H.-D., & Huismann, J. (2016). Duration of the effect of the mouthwash CB12 for the treatment of intra-oral halitosis: A double-blind, randomised, controlled trial. Journal of Breath Research, 10(3), 036002. https://doi.org/10.1088/1752-7...